Verarbeitung


 

Trockene Aufbereitung

Mit dem Trockenverfahren erhält man "natürlichen" Kaffee. Die Kaffeekirschen werden für ein bis drei Wochen an der Sonne getrocknet. Nach der Trocknung wird die Kaffeebohne maschinell aus der Schale gequetscht. Durch den langen Kontakt zwischen Fruchtfleisch und Bohnen schmeckt der Kaffee süß, intensiv und sehr vollmundig.

 

Nasse Aufbereitung

Direkt nach der Ernte werden die Bohnen in Wassertanks zum Quellen gegeben. Anschließend wird das Fruchtfleisch von den Bohnen getrennt. Übrig bleiben dann noch eine Schleimschicht und die sog. Pergamenthülle.

Diese werden in einem Fermentationsbehälter gelöst. Der Gärungsprozess entsteht durch die im Kaffee enthaltene Enzyme. Die Prozesse laufen innerhalb der Bohne sowie in den Fruchtfleischresten und der Schleimschicht ab. Sie bestimmen maßgeblich die späteren Geschmackseigenschaften und die Qualität des Kaffees.

Abschließend folgt die Trocknung. Dazu wird der Kaffee auf Trockenbetten ausgebreitet. Das Trocknen dauert zirka acht bis zehn Tage. Die Bohnen sollten eine Restfeuchtigkeit von elf bis zwölf Prozent aufweisen.

Nass aufbereiteten Kaffee bezeichnet man als "washed" oder "gewaschenen" Kaffee. Sie schmecken eher fruchtig und haben sehr fein ausgeprägte Aromen, allerdings setzt diese Aufbereitungsform die Verfügbarkeit einer großen Menge Wasser voraus.